D-JUGEND | Stark gespielt und doch verloren

Foto: flooy | CC0 Public Domain
7. September 2017

Foto: flooy on pixabay | CC0 Public Domain

Text: Torsten Sperling

Nach dem Sieg am letzten Wochenende sind wir am Samstag mit breiter Brust nach Liebertwolkwitz gefahren. Zwar stark ersatzgeschwächt durch die Ausfälle von Jakob und Arik, wollten wir dennoch Punkte mit nach Holzhausen nehmen. Um Möglichkeiten zum Wechseln zu haben, erhielten wir Verstärkung aus der D2, dafür besten Dank!

Wenn man vorne nicht trifft, fängt man hinten zwei

Das Spiel lief sehr gut an. Wir übernahmen das Zepter und bestimmten das Spielgeschehen. Egal ob über die Außen oder durch die Mitte, die Mühlenkicker spielten im Mittelfeld einen guten Fußball – bis zum Strafraum und da war Schluß! „Und wöchentlich grüßt das Murmeltier“, dachte man sich. Chancen über Chancen werden liegen gelassen, Bälle verstolpert, unnötig an den Nächsten weitergespielt oder so lange gehalten, bis der Ball weg ist. Und Liebertwolkwitz verteidigt hinten mit fünf Mann, bolzt die Bälle hinten raus auf die zwei schnellen Außenstürmer und trifft! Begünstigt durch eine harmlose Holzhausener Abwehr, die dem Gegenspieler zu viel Raum gibt, um deren Schnelligkeit ausspielen zu lassen, anstatt auf den Ball zu gehen und einfach mal unkonventionell zu klären. Ich weiß zwar immer noch nicht, wie und warum, aber zur Pause stand es 2:0 für Wolks.

Nach einem kleinen Donnerwetter in der Halbzeitansprache kamen die Mühlenkicker wieder gut ins Spiel allerdings mit dem gleichen Dilemma wie in Halbzeit eins: dem Torabschluss. Und wenn man vorne keine Tore schießt, muss es kommen wie es kam, Konter, 3:0 für die Wolkser Kicker. Wir krempelten die Aufstellung um und hofften mit unserem Capitano Konrad im Mittelfeld noch etwas mehr Druck auf das gegnerische Tor ausüben zu können. Dies klappte im Zusammenspiel mit Cleo dann ganz gut, der über links immer schön in den Strafraum einbrach und in der 47. Minute endlich das lang ersehnte Tor erzielte. 3:1 und noch genügend Zeit!

Drama bis zum Schluss

In der Folge waren wir weiterhin die dominierende Mannschaft allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Wenn es die Stürmer nicht machen, muss es halt die Abwehr erledigen, dachte sich Nicolas und zog in der 53. Minute gefühlt von der Mittellinie mit einem straffen Schuss ab. Dieser landete am Innenpfosten und dann im Tor. Super Kiste! 3:2, da geht noch was! In der Tat setzten wir Liebertwolkwitz nun so unter Druck, das diese mittlerweile mit 7 Mann verteidigten. Leider war immer der Torwart oder ein gegnerisches Bein oder wir uns selber im Weg, den verdienten Ausgleich zu erzielen. Bedingt durch einen unnötig verloren gegangen Ball in der Abwehr, konnte Liebertwolkwitz mit dem 4:2 in der 58. Minute sprichwörtlich den Sack zumachen. In der Nachspielzeit erzielte Luc durch einen Abstauber noch das 4:3. Aber dann war Schluß und Holzhausen tritt mit leeren Händen die kurze Heimreise an.

Fazit: Vorne zu harmlos, hinten zu lieb

Wer keine Tore schießt und die gefühlt vier einzigen Chancen vom Gegner hinten rein lässt, hat das Spiel verdient verloren, obwohl es von den Spielanteilen und Spielgeschehen hätte anders ausgehen müssen.


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